Neue Methode zur Ertragsberechnung für Profis
Wir entwickeln uns gemeinsam mit der Community weiter und haben, wie Sie wahrscheinlich bereits bemerkt haben, einige Angaben in den Sortenbeschreibungen aktualisiert. Insbesondere bieten wir nun eine neue Methode zur Berechnung des Ertrags an: die Expertenvariante.
Die „Expertenvariante“ ist aktueller und praktischer, insbesondere wenn Sie moderne Ausrüstung verwenden. In diesem Artikel erklären wir, warum.
Im Laufe der Jahre der Legalisierung hat sich der Cannabisanbau, vor allem in technischer Hinsicht, stark weiterentwickelt. Während Grower der alten Schule mit HPS-Lampen arbeiteten, bevorzugt heute die überwiegende Mehrheit aus zahlreichen Gründen hocheffiziente LED-Leuchten.
Welche Nachteile haben HPS-Lampen und welche Vorteile bieten LEDs?
Energieverbrauch
HPS-Lampen verbrauchen viel Strom, wobei die Kosten insbesondere bei Modellen mit 600 W und mehr deutlich spürbar sind. Mit LEDs sparen Sie dank ihrer langen Lebensdauer, des geringen Energieverbrauchs und des Wegfalls zusätzlicher Geräte wie Kühlbelüftung, Cooltube, Vorschaltgerät und Zündgerät, die beim Einsatz von HPS-Lampen unbedingt erforderlich sind.
Anpassung des Lichtspektrums
Im Gegensatz zu HPS-Lampen lässt sich das Spektrum von LEDs an die verschiedenen Entwicklungsphasen der Pflanze anpassen. Dadurch wird das Wachstum der grünen Pflanzenmasse in der Vegetationsphase gefördert und während der Blüte ein höherer Ertrag ermöglicht.
Temperatur und Abstand zur Pflanze
HPS-Lampen erreichen sehr hohe Temperaturen, die im Inneren des Leuchtmittels bis zu 400 Grad betragen können. Eine derart hohe Betriebstemperatur erfordert einen großen Abstand zu den Blättern, damit diese nicht verbrennen. Dadurch werden höhere Growboxen benötigt und es entsteht viel ungenutzter Luftraum.
Die von HPS-Lampen erzeugte Hitze muss häufig mit erheblichem Aufwand reguliert werden, da sich die meisten Growboxen und Growzelte in gewöhnlichen Wohnungen befinden. Auch die Außentemperaturen sorgen im Sommer für zusätzliche Schwierigkeiten.
LEDs erzeugen deutlich weniger Wärme und ermöglichen es, ein hohes Gewächshaus in eine vertikale Anbaufläche umzuwandeln. Eine noch wirtschaftlichere Lösung besteht darin, von Anfang an ein Gewächshaus mit geringerer Höhe zu bauen.
Lebensdauer
HPS-Lampen unterliegen einem Alterungseffekt. Ihre Effizienz sinkt innerhalb nur eines Jahres um 30 %. Tatsächlich geben sie während eines großen Teils ihrer Lebensdauer lediglich 50–60 % des angegebenen Lichtstroms ab. Um gute Anbauergebnisse zu erzielen, müssen die Lampen daher häufig ausgetauscht werden, was insbesondere bei Modellen mit 600 W oder 1000 W sehr kostspielig ist.
Installation, Platzbedarf und Anordnung
Bei HPS-Lampen müssen Zeit und Aufwand für die Installation und den Anschluss sämtlicher Komponenten eingeplant werden. Eine LED-Leuchte hängen Sie dagegen einfach mit den mitgelieferten Karabinern und Halterungen auf, schließen sie an die Steckdose an und stellen das für die Pflanzen erforderliche Spektrum ein. HPS-Lampen beanspruchen aufgrund ihrer zusätzlichen Komponenten außerdem mehr Platz. Für Belüftung, magnetisches oder elektronisches Vorschaltgerät muss ein geeigneter Platz gefunden werden.
Geräuschentwicklung
HPS-Lampen sind aufgrund der zusätzlichen Belüftung lauter. LEDs werden durch integrierte und leise Lüfter gekühlt.
Die Entscheidung für LEDs liegt daher auf der Hand, was auch durch ihre enorme Beliebtheit bestätigt wird.
Der wichtigste Faktor bei der Auswahl einer Leuchte ist die Menge an Blüten, die Sie von einer Pflanze ernten möchten.
- 25–50 Gramm Blüten pro Pflanze = 50 W pro Pflanze;
- 50–100 Gramm Blüten pro Pflanze = 100 W pro Pflanze;
- 100 Gramm Blüten oder mehr = 150 W oder mehr pro Pflanze.
Die meisten Grower bauen zwischen 1 und 6 Pflanzen an. Obwohl sich eine geringe Anzahl von Pflanzen gleichzeitig leichter pflegen lässt, ermöglicht eine größere Anzahl den Anbau von mehr Sorten und höhere Erträge.
Der Anbau nur einer einzigen Pflanze stellt ein einzelnes Ausfallrisiko dar. Wenn dieser Pflanze etwas passiert, bleibt keine weitere übrig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für einen hohen Ertrag bei einer größeren Anzahl von Pflanzen eine leistungsstarke Leuchte mit mindestens 600 W erforderlich ist.
Wie viele andere Grower verwenden auch wir Lumatek-Lampen mit einer Leistung von 600 bis 720 W. Das entspricht genau der Lichtmenge, die für eine Fläche von 1,5 m² vorgesehen ist. Moderne Growzelte werden proportional zur Anzahl der Lampen hergestellt und berücksichtigen deren Ausleuchtungsfläche:
- 60 × 60 cm — bis zu 150 W
- 100 × 100 cm — bis zu 400 W
- 150 × 150 cm — von 600 W bis 1000 W bei einem guten Kühlsystem
Daher ist es heute sinnvoller, den Ertrag für eine Fläche von 1,5 m² zu berechnen. Zur besseren Orientierung unserer Kunden haben wir die Sortenbeschreibungen um eine Ertragsschätzung für diese Fläche ergänzt.
Auf der Website bleibt auch die herkömmliche Berechnung für 1 m² verfügbar. Wenn Sie jedoch moderne LED-Leuchten verwenden, empfehlen wir Ihnen, die Expertenvariante der Ertragsberechnung zu nutzen.

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